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Mit der neuen Fünfer-Reihe verschwinden bei BMW auch endgültig die markanten Spuren des ehemaligen Chef-Designers Chris Bangle, der immerhin den Boden für die aktuelle Formensprache des bayerischen Herstellers aufbereitet hat. Bestellt wurde der Boden schließlich vom Niederländer Adrian van Hooydonk, der fortan für die gesamte BMW-Linienführung verantwortlich ist.
Der Fünfer ist das traditionsreichste Modell im Hause BMW. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die Sechziger Jahre – man erinnere sich an BMW 1500, später 1800 und 2000. Der erste "richtige" Fünfer (520 bzw 520i) kam dann 1972. Heute, 38 Jahre später, wird auf mittlerweile fünf Fünfer-Generationen zurückgeblickt, Version 6.0 steht bereits auf der Startrampe. Gut drei Jahre sind seit den ersten Pinselstrichen für die neue Fünfer-Reihe vergangen und, das lässt sich nach ersten Probekilometern bereits sagen, eine qualitativ hochwertige Ernte steht bevor. Ob sie ertragreich sein wird, wird sich erst zeigen. BMW spricht vorsichtig und mit leichter Vorfreude von unerwartet vielen Vorbestellungen. Gewohnt aufgeräumt und hochwertig verarbeitet präsentiert sich der Innenraum. Erwartungsgemäß zwickt es nirgends, Platz ist für alle ausreichend vorhanden. Die hinteren Passagiere sitzen kommod, aber nicht feudal – dafür gibt es ohnehin den Siebener. Apropos Siebener: In der gut gefüllten Zubehörliste finden sich viele Schmankerln, die die Fünfer-Reihe ausstattungsmäßig ganz dicht an das bayerische Topmodell rücken. Stellvertretend, und nur weil es so wunderbar gediegen, ja fast schon mondän wirkt, sei an dieser Stelle die Soft-Close-Automatik der Seitentüren erwähnt: Der solide Seiteneinlass muss nämlich nur dezent ins Schloss fallen, den endgültigen Schließvorgang besorgen elektronische Helferlein unter leisem Gesurr.
Zurück zu den neuen Linien. Wer im Zweifel ist, ob das neue Design ge- oder missfällt, der betrachte den Neuen im Profil. Denn seitlich betrachtet offenbart sich der Linienwechsel in seiner schönsten Form. Die langgezogene Motorhaube, die kurzen Überhänge, die kräftig gezeichneten Flanken – ja das hat Stil. Ganz im Sinne einer Marke mit hohem Repräsentationswert, nicht im Sinne jener, die dem pubertierenden Formenschauspiel des Chris Bangle nachtrauern. Und tatsächlich: Just dann, wenn die Konzentration des Fahrers nachlässt, beginnt eine Vielzahl (sofern man bereit ist diverse Extras auch zu extra zu bezahlen) elektrischer Helferlein die menschlichen Versäumnisse zu korrigieren. Spurwechsel- und Spurverlassen-Assistent, Nachtsichtsystem mit Personenerkennung, Geschwindigkeitsregelung mit Stopp-Start-Funktion, Auffahrwarnung, selbstlenkende Einparkhilfe, Head-up-Display – klingt nach begrenztem Fahrspaß und eingeschränktem Fahrerwillen, macht aber zum Beispiel im frühabendlichen Stop&Go auf der Autobahn durchaus Sinn. Und nur zur Beruhigung: Die meisten Assistenz-Systeme lassen sich deaktivieren, einer freudig-flotten Überlandpartie steht also nach wie vor nichts im Wege. Vor allem nicht das aufwendige Fahrwerk des Fünfer. Doppel-Querlenker-Vorderachse, Integral-V-Hinterachse, sauber aufeinander abgestimmt (elektronische Dämpferabstimmung auf Wunsch), in punkto Fahrdynamik setzt BMW in dieser Klasse einen neuen Referenzwert. Die ebenfalls neue, elektromechanische Servolenkung dagegen hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits agiert sie prompt und direkt, andererseits mangelt es an Feedback in eiliger durchfahrenen Kurven. Optional kann auch die so genannte "Integral-Aktivlenkung" gewählt werden, die, je nach Fahrsituation, zusätzlich die Hinterräder mitlenkt (maximal 2,5 Grad). Uneingeschränkte Zustimmung verdient die ebenfalls optional erhältliche, fein arbeitende neue Acht-Gang-Automatik. Motoren und Preise. Zum Markstart des Fünfers im März stehen vorerst ausschließlich Sechs- und Acht-Zylindermotoren zur Auswahl. Die Benziner im Detail: 523i (204 PS, 46.500 Euro), 528i (258 PS, 50.900 Euro), 535i (306 PS, 56.900 Euro) und 550i (407 PS, 86.900 Euro). An Diesel-Aggregaten bietet BMW die Varianten 520d (184 PS, 44.100 Euro, kommt erst Mitte 2010), 525d (204 PS, 48.900 Euro) und 530d (245 PS, 54.900 Euro) an. |
Nissan völlig hemmungslos
Juvenil. Ulkig. Kompakt. Emotional. Das Debüt des neuen Nissan Crossovers Juke ist dramatischer als erwartet, im positiven Sinne. Der dritte Nestbrüter ist da. In das deutsch-italienisch dominierte Automobil-Separee der smarten Klein-Dreitürer zwängt sich ab März nun auch der Citroën DS3. Beinahe perfekt, beinahe emotionslos Vieles vom Siebener für die sechste Generation des BMW Fünfer. Flexibilität ist alles Opel Meriva: Mit einem neuen Türkonzept wird der Mini-Van zu einem Variabilitätswunder. Nissan Cube Fernöstliche Entspannungsmethoden sind "in", lustige Stadtflitzer auch. Nissan bietet uns mit dem Cube nun gewissermaßen eine All-in-one-Lösung an. Peugeot Gruß aus Detroit Edle Zurückhaltung Das Flaggschiff aus dem Hause Audi, der neue A8, trägt seine Vorzüge vor allem unter der Haube zur Schau. Modisches SUV im Tiguan-Format Fahrbericht: Hyundai präsentiert den Tucson-Nachfolger ix35. |