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Ein wenig eigenbrötlerisch, ehrlich, anders als die ungezählten Pseudo-Geländewagen, die sich neuerdings wie Sand am Meer im städtischen Bereich breit machen, das ist Subarus Bestseller, der Forester. Und weil er immer ein Arbeiter war, der deutlich mehr kann, als man ihm zunächst zutrauen würde, wurde er zum Liebkind von Jägern und Forstleuten – von Leuten also, die den robusten Allradantrieb genauso brauchen wie das Raumangebot.
Dass damit allein kein Staat zu machen ist, hat Subaru mittlerweile erkannt und die Neuauflage des Foresters so positioniert, dass der einst pummelige Forester nun auch neben Schicki-Micki-SUVs eine durchaus stattliche Figur macht. Und weil ein Diesel längst überfällig war, hat man dem Forester dazu gleich einen Selbstzünder verpasst. Manche mögen im Boxer-Motor eine Schrulle der erzkonservativen Japaner sehen, diese Bauform hat aber zusammen mit 4wd durchaus ihre Meriten, Stichwort: „symmetrischer Allradantrieb“. Gut 50.000 km diente der Forester Boxer Diesel als Mädchen für alles im Testfuhrpark: auf Autobahnen genauso wie auf Feldwegen, für Reisen aller Art, mit und ohne Wohnwagen am Haken, als Transporter und sogar als Traktorersatz, als es einmal galt, eine Fuhre Holz auf einem Anhänger aus dem Wald zu holen – ein Jahr unkompliziertes, angenehmes und harmonisches Zusammenleben, in bester Pfadfinder-Tugend „allzeit bereit“.
AUSSEN & INNEN
Das riesige Glas-Schiebedach schätzen Sonnenanbeter und vielleicht auch Jäger. Ebenso wie das hervorragende Xenon-Licht ist dies aber nur der „Comfort“-Variante des Forester vorbehalten. Klare, unmissverständliche Bedienungselemente und ein simpler Bordcomputer mit Anzeigen für Uhrzeit, Außentemperatur und Durchschnittsverbrauch komplettieren den praxisorientierten Gesamteindruck. Solidität bis ins Detail: Fertigungs- und Materialqualität sind perfekt, Abnützungserscheinungen traten bis zum Ende des Test nicht auf. Der Forester wirkte auch nach 50.000 harten Kilometern wie aus der sprichwörtlichen Auslage, kein Klappern und die Türen fielen genauso satt ins Schloss wie zu Beginn. Die Serienausstattung des Forester lässt keine Wünsche offen: ABS, ESP, Traktionskontrolle, Tempomat, Klimaautomatik, Niveauregulierung, Alufelgen, CD-Radio und sechs Airbags gibt’s in allen Modellvarianten.
FAHREN & SICHERHEIT
Der Boxer-Diesel ist ein Gedicht: laufruhig, durchzugskräftig und dazu vernünftig im Verbrauch. Im Mittel (inklusive 10.000 km Anhängerbetrieb) hat sich der Verbrauch bei 7,7 l/100 km eingependelt, das Minimum lag bei 6,0 l/ 100 km, das Maximum bei 10,4 (Autobahn mit Wohnwagen). Die beim Benziner serienmäßige Geländeuntersetzung fehlt beim Diesel, er macht dies mit seinem hohen Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen wett. Einziges Manko war am Beginn ein gelegentliches Ruckeln im Leerlauf, das durch eine neue Software beim ersten Service behoben wurde. Kritik betraf auch das Getriebe: Obwohl das Hakeln der unteren beiden Gänge im Laufe der Kilometer deutlich nachgelassen hat, ließ sich vor allem der erste Gang im kalten Zustand oft nur mit Nachdruck einlegen. Zum Thema Sicherheit ist mit Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags bestens vorgesorgt. Bis dato existiert noch kein Euro-NCAP-Test vom Forester, aber ein ähnlicher Test in Amerika hat hervorragende Ergebnisse hinsichtlich der passiven Sicherheit erbracht.
GELD & UMWELT
Unterm Strich:
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