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Wer in den Neunziger Jahren einen Blick in die Citroën-Schauräume warf, vermisste eines wohl am meisten: den Esprit vergangener Tage. Schamlos, wie wenig Charme man Xantia, Xsara und Co. damals mit auf den Weg gab. Vergessen die Tugenden ihrer legendären Vorgänger, insbesondere der Markenikonen "DS", "2 CV" und "Ami 6". Glücklicherweise folgte dem biederen Jahrzehnt der X-Modelle die bis heute andauernde Ära der C-Nomenklatur, deren adrette Protagonisten wieder frischen Schwung in die bis dahin angestaubte Modellpalette brachten. Spät aber doch hatten die Konzern-Lenker scheinbar erkannt, dass die eigene Markenhistorie nichts ist, wofür man sich schämen müsste. Die Kunst liegt lediglich darin, Altes mit Neuem ideal zu verknüpfen. Eine Reminiszenz da, neue Technik dort – solcherart sind bereits einige spannende Autos entstanden – siehe Mini, siehe Fiat 500.
Göttlicher Nachwuchs. Citroën schlägt bei dieser Verknüpfung eine neue Richtung ein. Alt ist nur die Typenbezeichnung (da borgt man sich das "DS" der legendären "Göttin" aus), neu alles andere. Künftig werden von ausgewählten Modellen DS-Ableger die Produktpalette nuancenreich erweitern. Den Anfang macht im März der DS3, DS4 und DS5 folgen im Frühjahr bzw. Herbst 2011.
Und wie unterscheiden sich C3 und DS3? Technisch kaum. Beide teilen sich die gleiche Baugruppe, sind fast gleich lang. Der dreitürige DS3 bekam ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk, die Lenkung arbeitet ein wenig direkter, das Wühlen zwischen den Gangstufen fühlt sich knackiger an als im C3. Motorisch stehen im DS3 auch die sportlicheren Aggregate zur Verfügung (ein herrlich elastischer 156-PS-Turbo-Benziner beispielsweise). Besonders stolz ist man bei Citroën auf die Haifischflosse – damit ist die scheinbar zu früh endende B-Säule gemeint (tatsächlich wurde der Holm einfach hinter der Verglasung versteckt). Das Platzangebot im Innenraum ist durchaus akzeptabel, 285 Liter Kofferraumvolumen ein passabler Wert. Wie bei allen Autos der Vier-Meter-Kategorie bedarf es gegenseitiger Verständigung will man einmal zu viert im DS3 unterwegs sein. Ist der Zustieg in die zweite Reihe erst einmal geschafft, sitzt es sich dort eigentlich auch recht bequem. Qualitativ gab es auf den ersten Probekilometern nichts zu bemängeln. Allerdings schränkt die weit nach vorne gezogene A-Säule den Sichtbereich (etwa an Kreuzungen) deutlich ein. Motoren, Preise, Konkurrenten. Zu Beginn stehen folgende Motorisierungen zur Auswahl: 1,4 16V VTi (95 PS, ab 15.690 Euro), 1,6 16V VTi (120 PS, ab 17.990 Euro, Aufpreis Automatik 1.400 Euro) und 1,6 16V THP (Turbo-Benziner aus der Kooperation mit BMW, 156 PS, ab 20.290 Euro). Als Diesel wird der DS mit dem bekannten 1,6-l-HDi-Aggregat in zwei Leistungsstufen ausgeliefert (90 bzw. 110 PS, Preise ab 18.990 bzw. 21.290 Euro). Bestellt werden kann ab März. Dank einer speziell adaptierten Fertigungsstraße liegt die Lieferzeit trotz der persönlichen Gestaltung auf dem Niveau des normalen C3. In seiner Nische trifft der DS3 auf wenige Alternativen – zur Auswahl stehen der Segment beherrschende, mindestens genauso individualisierbare und äußerst populäre Mini (inklusive Clubman-Variante), sowie der bisher eher weniger gefragte Alfa MitTo. |
Nissan völlig hemmungslos
Juvenil. Ulkig. Kompakt. Emotional. Das Debüt des neuen Nissan Crossovers Juke ist dramatischer als erwartet, im positiven Sinne. Der dritte Nestbrüter ist da. In das deutsch-italienisch dominierte Automobil-Separee der smarten Klein-Dreitürer zwängt sich ab März nun auch der Citroën DS3. Beinahe perfekt, beinahe emotionslos Vieles vom Siebener für die sechste Generation des BMW Fünfer. Flexibilität ist alles Opel Meriva: Mit einem neuen Türkonzept wird der Mini-Van zu einem Variabilitätswunder. Nissan Cube Fernöstliche Entspannungsmethoden sind "in", lustige Stadtflitzer auch. Nissan bietet uns mit dem Cube nun gewissermaßen eine All-in-one-Lösung an. Peugeot Gruß aus Detroit Edle Zurückhaltung Das Flaggschiff aus dem Hause Audi, der neue A8, trägt seine Vorzüge vor allem unter der Haube zur Schau. Modisches SUV im Tiguan-Format Fahrbericht: Hyundai präsentiert den Tucson-Nachfolger ix35. |