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Wenn es um die Neuvorstellung eines Autos geht, laufen die jeweiligen PR-Abteilungen meist zu Höchstleitungen auf. An sich unspektakulären Karosserieelementen werden plötzlich bedeutungsvoll klingende Namen verpasst – von Dynamik ist oft die Rede, von Sportlichkeit und von Eleganz. Alles ist besser, schöner und toller als beim Vorgänger oder der Konkurrenz. Und dann steht man vor dem Nissan Cube, einem knapp vier Meter langen, eigenwillig gestylten Würfel auf Rädern und weiß, dass die folgende Präsentation sicher anders ablaufen wird, als so viele andere zuvor.
Tatsächlich verwenden die anwesenden Designer kein einziges Mal das Wort "bullig". Auch "sportlich", "muskulös" oder "spannend" kommt den Herren nicht über die Lippen. Dafür ist von Wohlgefühl die Rede, von Entspannung, Ruhe und vom "unique sein". Der Cube ist, so die Aussage, ein Auto für Leute die besonders sind – und Besonderes wollen. Ein Auto, das so witzig aussehend daherrollt, muss auch innen einigermaßen amüsant gestaltet sein. Alles andere wäre ein Stilbruch und würde das Konzept ad absurdum führen. Im Cube ist die Umsetzung gelungen. Fahrer und Beifahrer sitzen vor einem geschwungen, steil nach unten abfallenden, zweifärbigen Armaturenträger, der jede Menge Ablagen bereithält. Obenauf platziert: Die so genannte Fluffi-Ablagematte (man könnte auch Handy-Kuschelecke dazu sagen), ein kreisrunder Teppich, der eilig abgelegte Alltagsgegenstände vor dem Herumkugeln hinter der Windschutzscheibe bewahren soll. Von außen betrachtet stolpert das Auge am ehesten über die asymmetrische Fensterzeile. Im Sinne einer besseren Sicht nach schräg hinten wurden die Heckscheibe sowie die beiden hinteren Seitenscheiben zu einer durchgehenden Glasleiste zusammengefasst – ein optischer Trick freilich, denn auf die stützende und schützende C-Säule wurde natürlich nicht verzichtet (sie wurde lediglich gut kaschiert). Auch eine nette Idee: Die Passepartout ähnlichen Fensterrahmen sollen nach außen hin den Eindruck vermitteln, ein Gemälde zu betrachten. Warum der Cube noch gefällt. Der kompakte Nissan folgt einem durch und durch stimmigen Konzept. Er sieht nicht nur gemütlich aus, er gibt diese Gelassenheit aber auch an seinen Fahrer weiter. Er ist wie die Lieblingsjeans, der Lieblingspulli, oder bestens eingetragene Sportschuhe – er passt einfach. Fahrwerk, Lenkung und Getriebe – leichtgängig, nicht sonderlich präzise, aber im vergnügt-beschwingten Alltag völlig ausreichend. Platzangebot, und Kofferraumvolumen – durchwegs tadellos. Im beinahe 1,7 Meter hohen Cube erfreuen sich selbst Großgewachsene an ausrechend Kopffreiheit. Die um 24 Zentimeter verschiebbare Rückbank ermöglicht wahlweise viel Knie- (für die Fondpassagiere) oder Stauraum (bei stehenden Rücksitzlehnen immerhin 410 Liter). Die Schwungauslösung übernimmt entweder ein Benziner (110 PS, wahlweise mit 5-Gang-Handschaltung oder CVT-Getriebe) oder ein Diesel (ebenfalls 110 PS). Welcher der beiden Motorisierungen man schlussendlich den Vorzug gibt, hängt im Wesentlichen vom Nutzungsprofil ab.Preislich liegen die beiden Versionen schön gestaffelt neben einander: 1,6-l-Benziner ab 19.277 Euro, Benziner mit CVT-Getriebe ab 20.755 Euro, Diesel ab 21.370 Euro. Der Cube verfügt über eine recht üppige Basisausstattung inklusive sechs Airbags, ABS, ESP, Bluetooth-Schnittstelle, Panorama-Glasdach etc.. Zusätzlich gibt es drei weitere, aufeinander aufbauende Zusatzausstattungspakete (beinhalten u.a. Touchscreen-Navi, Alufelgen, getönte Seitenscheiben, Regensensor etc.). Erhältlich ist der Cube ab Ende Jänner. |
Nissan völlig hemmungslos
Juvenil. Ulkig. Kompakt. Emotional. Das Debüt des neuen Nissan Crossovers Juke ist dramatischer als erwartet, im positiven Sinne. Der dritte Nestbrüter ist da. In das deutsch-italienisch dominierte Automobil-Separee der smarten Klein-Dreitürer zwängt sich ab März nun auch der Citroën DS3. Beinahe perfekt, beinahe emotionslos Vieles vom Siebener für die sechste Generation des BMW Fünfer. Flexibilität ist alles Opel Meriva: Mit einem neuen Türkonzept wird der Mini-Van zu einem Variabilitätswunder. Nissan Cube Fernöstliche Entspannungsmethoden sind "in", lustige Stadtflitzer auch. Nissan bietet uns mit dem Cube nun gewissermaßen eine All-in-one-Lösung an. Peugeot Gruß aus Detroit Edle Zurückhaltung Das Flaggschiff aus dem Hause Audi, der neue A8, trägt seine Vorzüge vor allem unter der Haube zur Schau. Modisches SUV im Tiguan-Format Fahrbericht: Hyundai präsentiert den Tucson-Nachfolger ix35. |