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Selbst mehrmaliges Zwinkern und Zwicken hilft nicht. Dieser Juke ist echt. Kein Prototyp, der besonders drastisch getarnt ist um seine wahre Form zu kaschieren. Kein Showcar, das in dieser Form dann eh nicht gebaut wird. Nein, der Juke ist Realität. Jahrelang musste sich die Designabteilung in Zurückhaltung üben, durfte nur gelegentlich ihr Zeichentalent unter Beweis stellen. Der jetzt gezeigte Juke wirkt da wie ein emotionaler Dammbruch, eine Sintflut an Ecken und Rundungen, eine Spitzwinkel-Orgie die nur von barocken Rundungen in Zaum gehalten wird – ob die eher konservative Nissan-Kundschaft so viel Mut belohnt, wird sich zeigen. Zwei Szenarien: a) Im Sog des Qashqai-Erfolges wird auch der Juke zum Bestseller, oder b) Der Juke bleibt ein Geheimtipp für Sammler japanischer Kleinode und extravagante Persönlichkeiten mit Hang zu nicht alltäglichen Automobilen.
Das Wesen des Juke. Größenmäßig (LxBxH: 4,1x1,8x1,6 m) ein klarer Fall für das B-Segement, also iim Dunstkreis von VW Polo, Opel Corsa. Ford Fiesta und Konsorten, innerhalb dieser Klasse allerdings mit wenig echter Konkurrenz. Erhöhte Bodenfreiheit und Van-Konzept bietet in vergleichbarer Form eigentlich nur der Kia Soul. Wer auf Allradantrieb Wert legt, kann zusätzlich einen Seitenblick auf den Suzuki SX4 werfen. Den Crossover-Gedanken (die Vereinigung mehrerer Automobil-Tugenden in einem Fahrzeug) greift definitiv nur der Juke so konsequent auf – wie gut die tatsächliche Umsetzung gelungen ist, ob der kleine Nissan hält was er optisch verspricht, werden erste Probefahrten Mitte 2010 zeigen. Weiter im Innenraum. Hier dominiert ein markant (wie könnte es bei diesem Auto anders sein) gestalteter, in Rot-Metallic eingefärbter Getriebetunnel das Geschehen, zumal die Behausung für Schalt-Hebel und -Box die Form eines Motorradtanks hat. Darüber angeordnet befindet sich eine zentrale Einheit, welche die Klima- und Gebläse-Steuerung, sowie die Fahrdynamik-Regelung (ja, beim Juke kann zwischen Sport, Normal und Eco gewählt werden) in einer gemeinsamen Anzeige verknüpft. Platz für vier Personen ist vorhanden, solange keiner der Passagiere stark über dem Durchschnitts-Gardemaß liegt. Das Plus an Bewegungsfreiheit im Innenraum geht auf Kosten des Kofferraum-Volumens – 251 Liter sind es im Normalfall, 830 Liter bei umgeklappten Rückenlehnen. Sehr gut: die komplett ebene Ladefläche.
Marktstart, Motoren und Preise: Frühestens im September, vielleicht auch erst im Oktober wird der Juke über heimische Straßen rollen. Dann wahlweise angetrieben von einem 1,5-l-Diesel (110 PS, nur in Kombination mit Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb), einem 1,6-l-Benziner (117 PS, ebenfalls nur Frontantrieb, wahlweise mit Fünfgang-Handschaltung oder stufenlosem CVT-Getriebe), sowie einem 190 PS-Turbo-Benziner, wahlweise mit Front- (dann nur mit Sechsgang-Handschaltung) oder Allrad-Antrieb (ausschließlich mit stufenlosem CVT-Getriebe). |
Nissan völlig hemmungslos
Juvenil. Ulkig. Kompakt. Emotional. Das Debüt des neuen Nissan Crossovers Juke ist dramatischer als erwartet, im positiven Sinne. Der dritte Nestbrüter ist da. In das deutsch-italienisch dominierte Automobil-Separee der smarten Klein-Dreitürer zwängt sich ab März nun auch der Citroën DS3. Beinahe perfekt, beinahe emotionslos Vieles vom Siebener für die sechste Generation des BMW Fünfer. Flexibilität ist alles Opel Meriva: Mit einem neuen Türkonzept wird der Mini-Van zu einem Variabilitätswunder. Nissan Cube Fernöstliche Entspannungsmethoden sind "in", lustige Stadtflitzer auch. Nissan bietet uns mit dem Cube nun gewissermaßen eine All-in-one-Lösung an. Peugeot Gruß aus Detroit Edle Zurückhaltung Das Flaggschiff aus dem Hause Audi, der neue A8, trägt seine Vorzüge vor allem unter der Haube zur Schau. Modisches SUV im Tiguan-Format Fahrbericht: Hyundai präsentiert den Tucson-Nachfolger ix35. |