Februar 2010
Neue alte Werte
Facelift heißt beim Kia cee’d im wahrsten Sinn des Wortes: neues Gesicht. Und dazu gibt es noch das Start-Stopp-System „ISG“.



Helmut Eckler

Dynamisches Familiengesicht. „Facelift“ gilt für den Kia cee’d wortwörtlich.

Dynamisches Familiengesicht. „Facelift“ gilt für den Kia cee’d wortwörtlich.

cee’d-Cockpit. Alu-Pedale beim xR, die Ergonomie blieb beim Facelift erhalten.


Bild: Eckler

Hubraum 1.582 cm³
Leistung 85 kW/115 PS
max. Drehm. 255 Nm/1.900 /min
Länge 4.260 mm
Breite 1.790 mm
Höhe 1.480 mm
Leergewicht 1.342 kg
Gesamtgewicht 1.820 kg
Laderaum min/max 340/1.300 l
Höchstgeschw. 188 km/h
Beschleunigung 0-100 11,5 sec
Treibstoffbedarf Diesel ROZ
MVEG-Verb. Überland 4,0 l/100
Stadt 4,9 l/100
gesamt 4,4 l/100
Testverbrauch 6,4 l/100
Preis (inkl. Abgaben) 319101 S / 23.190 Euro
Kfz-Steuer (jährlich) 5540 S / 402,60 Euro
Versicherung (jährlich) z.B. Stufe 0:
ÖAMTC-Haftpflicht 3193 S / 232,02 Euro
ÖAMTC-Bonus-
Vollkasko
7993 S / 580,85 Euro
Unsere Wertung:

Technische Daten, Ausstattungen, Preise und laufende Kosten beziehen sich auf den Erscheinungstermin der jeweiligen Ausgabe.

Dass beim Kia cee’d nicht ganz so viel zu verbessern war, zeigte sich schon, als er – damals als Newcomer – unseren Kompaktklasse-Vergleichstest (auto touring 4/2007) gewann. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass sich die Änderungen beim aktuellen Facelift vornehmlich auf Optik und einzelne Details beschränkten.


AUSSEN & INNEN ••••

Auch den cee’d ziert ab sofort das neue dynamische Familiengesicht – in der getesteten Topversion xR mit Chromleisten. Die Vordersitze sind nun fester, was Komfort und speziell die Langstreckentauglichkeit weiter verbessert. Im Cockpit ist alles griffgünstig und übersichtlich angeordnet, man findet sich sofort intuitiv zurecht. Ablagen gibt’s reichlich – und zwar in großzügigen Dimensionen, womit sie auch wirklich genutzt werden können. Die flache, unterteilte Krims-Krams-Wanne unter dem Kofferraumboden wurde übrigens beibehalten.


FAHREN & SICHERHEIT ••••

Zeitgemäß sind die technischen Neuerungen. Kia ist ebenfalls auf dem Spritspartrip und nennt das entsprechende Ausstattungs-Paket „Eco-Dynamics“. Was für den agilen cee’d konkret vier Maßnahmen zur Verbrauchs- und Schadstoff-Reduktion bedeutet: Der 1,4-Liter-Benziner und der – von uns getestete – laufruhige und durchzugstarke 1,6-Liter-Commonrail-Diesel wurden mit dem Start-Stopp-System ISG ausgestattet. Eine (allerdings kleine) Anzeige im Tacho fordert zum Rauf- oder Runterschalten auf, wenn der optimale Drehzahlbereich verlassen wird. Das Gaspedal hat einen „Durchtrittsbegrenzer“, der Vollgaspassagen minimieren soll. Zudem gibt’s – außer beim sportlichen xR – Leichtlauf-Reifen.

Der cee’d hat punkto Fahrdynamik nichts eingebüßt und bleibt auch in flott gefahrenen Kurven leicht beherrschbar. Der 1,6-Liter-Commonrail-Diesel ist bei niedrigen Drehzahlen durchzugstark und bleibt auch bei Autobahndrehzahl erstaunlich ruhig. Die Lenkung könnte einen Hauch direkter sein.


GELD & UMWELT ••••

Und was bringt’s? Ein Testverbrauch von 6,4 Litern Diesel je 100 km – und das trotz diverser Sparmaßnahmen. Zugutehalten muss man dem Kia die eisigen Temperaturen während des Tests – da kann auch die Start-/Stopp-Automatik ihr volles Potenzial nicht ausspielen.

Nach wie vor vorbildlich: das Preis-/Leistungsverhältnis. Für 23.190 Euro bekommt man einen top-ausgestatteten Kompakten – wobei der Basis-cee’d mit allen sicherheitsrelevanten Ausstattungsdetails (ABS, ESP, Front-/Seiten-/Kopf-Airbags) und 1,6-l-Commenrail-Diesel samt Start-Stopp-System schon ab 17.690 Euro zu haben ist. Allen cee’d gemeinsam: die 7-Jahres-Garantie auf Motor und Getriebe bzw. fünf Jahre allgemeine Fahrzeuggarantie.



Unterm Strich:

BILDBESCHREIBUNG Gutes Raumangebot, 7 Jahre Garantie, agiles Handling, komfortables Fahrwerk. .

BILDBESCHREIBUNGRelativ hoher Verbrauch trotz Spritspar-Maßnahmen.


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