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August 2002 Paris-Wien IV Das Finale in Wien: Sieg für Marcel Renault. |
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![]() Dokumentation: Martin Pfundner
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Am Wiener Trabrennplatz wartete bereits eine riesige Menschenmenge auf den Sieger.
Dieser Graf Schönborn, Carl mit Vornamen, war der motorsportbegeisterte Präsident des Österreichischen Automobil-Clubs. Später, als Obmann der Sektion Hollabrunn des Touring-Clubs, organisierte er in den Jahren 1928 bis 1931 Rennen in seinem Schloßpark bei Mallebarn, wo auch Hans Stuck mitfuhr. Graf Erwein, sein zweiter Sohn, erbte diese Motorsport-Passion. Als Chef des Bosch Racing Teams gab er in den Sechziger- und Siebzigerjahren vielen Österreichern wertvolle Unterstützung. Er hat sowohl Niki Lauda als auch Dieter Quester den Weg in die oberen Spielklassen geebnet. Man nannte ihn liebevoll den „Kerzlgraf“. Jetzt aber zurück in die Krieau.
Kurz nach Marcel Renault trafen der Mercedes des Grafen Zborowski und der Panhard von Maurice Farman im Ziel ein.
75 Wagen und 4 Motorzweiräder erreichten schließlich das Ziel. Dann herrschte fünf Tage lang Chaos bei der Resultaterstellung, mit einer Fülle von Protesten und Gegenprotesten. Marcel Renault auf seinem leichten Renault Type K 24 CV mit 3.770 ccm Vierzylindermotor stand immer als Gesamtsieger fest. Mit einer Gesamtfahrzeit von 26h10’47,8” und einem Durchschnitt von 62,59 km/h wies er die gewaltige Armada der übermotorisierten 1.000 Kilo-Monstren in die Schranken. Fest stand auch stets, daß die zweitbeste reine Fahrzeit auf das Konto des Grafen Zborowski ging. 48 Strafminuten auf der neutralisierten Durchfahrt der Schweiz, wo er mit seinem Mercedes beim Zoll aufgehalten worden war, warfen ihn dann vom zweiten auf den fünften Platz zurück.
Bei den Motorzweirädern kamen zwei von elf gestarteten französischen Maschinen ins Ziel, sie errangen einen Doppelsieg in dieser Kategorie. Die restlichen drei Starter waren „Slavia“-Motorräder der jungen böhmischen Marke Laurin & Klement (heute Skoda) aus Jungbunzlau (Mláda Boleslav), gefahren von Jacob Dietrich (Semmering- und Exelberg-Gesamtsieger 1900), Rieger und Narcis Podsednícek. Zwar fiel der Wiener Dachdecker Dietrich aus, aber Rieger und Podsednícek landeten auf den Plätzen 3 und 4, das waren die Ränge 66 und 67 im Gesamtklassement.
Von den sechs gestarteten Österreichern wurden in diesem Weltklassefeld also drei klassiert, allen voran Eliot Zborowski. Ihn packte jetzt das Rennfieber. Schon vier Wochen später war er mit seinem Mercedes beim Rundstreckenrennen in den Ardennen dabei und wurde Vierter gegen stärkste Konkurrenz. Vor ihm lagen im Ziel nur der Sieger Charles Jarrott auf Panhard und die beiden Mors von Fernand Gabriel und W. K. Vanderbilt Jr.
Ereignisreiches Jahr danach. Zu Beginn der Saison 1903 war Zborowski mit einem von mehreren schnellen 60 PS-Mercedes beim Bergrennen La Turbie am 1. April mit dabei. „Oesterreichs bester Herrenfahrer“, wie ihn Gustav Braunbeck in seinem Sportlexikon nannte, galt nach seinen Vorstellungen bei Paris–Wien und in den Ardennen als einer der Favoriten. Zborowski kam aber nicht weit, er stürzte in der ersten Kurve tödlich.
Das also war das „Heroische Zeitalter“ ...
Martin Pfundner bereitet zur Zeit eine Geschichte des heimischen Automobilsports vor. Sein Werk mit dem Titel "Vom Semmering bis zum Grand Prix" wird im Pichler-Verlag erscheinen.
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1902: Das Rennen Paris-Wien Prolog: Motorsport vor 100 Jahren. Paris-Wien II Unterwegs von Paris bis Bregenz. Paris-Wien III Unterwegs von Bregenz über Innsbruck zum Strengberg. Paris-Wien IV Das Finale in Wien: Sieg für Marcel Renault. Racing pur Die DTM gastiert vom 6.–8. September auf dem A1-Ring. Das Erfolgsrezept der DTM Chancengleichheit für alle. Die DTM auf dem A1-Ring Service: Programm und Eintrittspreise. GP-Tickets mit Frühbucher-Rabatt Der Vorverkauf für den Österreich-GP 2003 beginnt. |
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