Michael Stirner
Bilder: Jürgen König (1), Werk (1)
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Kawasaki W 650
Motor:
Luftgekühlter SOHC-Zweizylinder-Viertakt-Motor, Triebwerk in Gummielementen gelagert, eine über Königswelle angetriebene obenliegende Nockenwelle, Kipphebel, vier Ventile pro Zylinder, eine Ausgleichswelle, Hubraum 676 cm3, Bohrung x Hub 72 x 83 mm, Leistung 37 kW (50 PS) bei 7000/min, maximales Drehmoment 56 Nm (5,71 kpm) bei 5500/min, Verdichtung 8,7:1, zwei Keihin-Gleichdruckvergaser CVK 34 mm, Naßsumpfschmierung, Transistorzündung, Batterie 12 V, 12 Ah.
Getriebe:
Primärantrieb über Zahnräder, Mehrscheiben-Kupplung im Ölbad, klauengeschaltetes Fünfganggetriebe, Sekundärantrieb über O-Ring-Kette, E.- und Kickstarter.
Fahrwerk:
Doppelschleifenrohrrahmen, Telegabel, Hinterradschwinge, zwei fünffach verstellbare Federbeine, vorne und hinten Speichenräder mit Alu-Felgen, vorn eine Scheibenbremse
Ø 300 mm, hinten Trommelbremse
Ø 160 mm, Bereifung (Schlauchreifen) vorn 100/90-19 57H, hinten 130/80-18 66H.
Abmessungen, Gewichte:
Nachlauf 105 mm, Radstand 1.450 mm, Sitzhöhe 780 mm, Federweg vorn/hinten 130/115 mm, Tankinhalt 11 Liter, Leergewicht 192 kg, zul. Gesamtgewicht 395 kg, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Preise:
W 650 (serienmäßig) S 102.980,–
Alutank S 10.990,–
Sportlenker S 1.688,–
Blinkerset S 1.718,–
Sportsitzbank S 5.070,–
Rücklicht S 720,–
Das Original: Triumph 650
Das Triumph-Werk bei Coventry baute zuletzt ausschließlich 750er-Zweizylinder. In den „roaring sixties“ lag die Hubraum-Obergrenze bei 650 cm3. Bei uns führten damals Rennerfolge über die Männer des Triumph-Clubs, die mit Vorliebe die 46 PS starke Bonneville fuhren. Die rund 180 km/h schnelle Maschine wog 175 kg und kostete ungefähr
S 25.000,–. 1982 sperrte Triumph zu. Die Namensrechte kaufte daraufhin der britische Grundstücks- und Bau-Löwe John Bloor. In seinem Hi-Tech-Werk laufen jetzt moderne Drei- und Vierzylinder-Bikes vom Fließband, die mit den Namensvettern von einst freilich noch weniger gemeinsam haben als die japanische Kawasaki W 650.
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